Historische Einigung für das Eigental

10. Juli 2017

Es geht um die Eigentalstrasse. Diese Gemeindestrasse führt mittendurch eines der bedeutendsten Natur- und Landschaftsschutzgebiete des Kantons Zürich. Nun wurde endlich eine für alle Seiten gangbare Lösung gefunden.

Die Eigentalstrasse führt vorbei an Schutzgebieten und belastet und zerschneidet ein wertvolles Biotop. 2012 wurde klar, dass die Strasse sanierungsbedürftig ist. In stundenlangen Sitzungen und seitenlangen Briefen bemühten sich die verschiedenen InteressensvertreterInnen - unter ihnen die Umweltverbände - um eine für alle gangbare Lösung. Und diese wurde nun gefunden: Die Strasse soll noch während zehn Jahren befahrbar sein. Dazu wird sie «mit einfachsten Mitteln» (und möglichst kostengünstig) saniert, und danach wieder für den Verkehr geöffnet.

Um den Naturschutzinteressen Rechnung zu tragen, werden aber diverse Einschränkungen gelten, darunter u.a. Abend- und Nachtsperrungen und Höchstgeschwindigkeiten.

In den zehn Jahren, in denen die Strasse noch geöffnet ist, haben die Gemeinden Zeit, die Probleme, die sich durch die Verkehrsverlagerung wegen der gesperrten Eigentalstrasse ergeben, anzupacken. Nach Ablauf der Frist wird die Strasse geschlossen, und die Gemeinden übergeben ihre Teilstücke dem Kanton, der darauf einen Radweg einrichtet.

Es ist ein Kompromiss. Wir hätten es lieber gesehen, wenn die Strasse schon jetzt zurückgebaut würde.  Aber wir haben Verständnis, dass es hilft, Zeit zu haben, um ein sinnvolles Verkehrsregime zu planen, um dem «Eigentalausweichverkehr» zu begegnen.

(Auszug aus dem BirdLife Zürich Info 2/2017)

 

Artikel BirdLife Zürich Info 2/2017
Medienmitteilung Umweltverbände (2015)

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