40 Jahre WWF Zürich

Jubiläums-Poster

Wir feiern Geburtstag, feiern Sie mit!

Am 27. März 1976 wurde der WWF Zürich im Zoo-Restaurant Silbermöwe gegründet. Seither hat sich vieles getan und der WWF setzt sich noch immer für eine Welt ein, in welcher der Mensch in Einklang mit der Natur lebt.

Zu unserem Jubiläum schauen wir ein wenig zurück in die Vergangenheit und werfen am Schluss einen Blick in die Zukunft. Ausserdem veranstalten wir während des Jubiläumsjahres verschiedene Exkursionen zu unseren Kernthemen Biodiversität, Gewässer und Klima&Energie. Zu diesen möchten wir Sie herzlich einladen!

Unsere Jubiläumsexkursionen

11. Juni 2016

Biodiversität

Auf dem Biobauernhof Tannenhof

15. Sept. 2016

Biodiversität

Bei den Fledermäusen in den Limmatauen

12. Nov. 2016

Energie & Klima

Ins energieautarke Mehrfamilienhaus in Brütten

18. März 2017

Gewässer

Zum Bibersee und den Thurauen
 

Weitere Infos und die Möglichkeit, sich anzumelden, finden Sie in unserer Agenda.

Wie es begann

Zu unserem Geburtstag haben wir im Archiv gestöbert und ein paar Meilensteine der vier vergangenen Jahrzehnte zusammengestellt. Hier: die Gründung unseres Vereins.

Fünfzehn Jahre nach der Gründung des WWF und des WWF Schweiz, am 27. März 1976, entstand als 8. kantonale Sektion der WWF Zürich. Zur Gründungsversammlung... 

...im Zoo-Restaurant Silbermöwe waren die rund 16 000 WWF-Mitglieder aus dem Kanton Zürich eingeladen, wovon 147 Personen teilnahmen. Damals brauchte es für eine Mitgliedschaft in der kantonalen Sektion eine eigene Anmeldung, und der WWF Zürich erhob einen zusätzlichen Mitgliederbeitrag von anfänglich acht Franken. Seit 1994 ist jedes WWF-Mitglied im Kanton Zürich automatisch auch Mitglied der Sektion Zürich (siehe Grafik).

Der erste Vorstand setzte sich als Ziel «einen Beitrag zur Lösung der vielfältigen Umweltprobleme zu leisten» mit der Devise, «lieber schrittweie ans Ziel» zu gelangen, «als in der Theorie zu erstarren.» 

Der Tagesanzeiger berichtete in einer kurzen Meldung über die Neugründung. Laut dem Artikel wolle man sich für den «Schutz der Ameisen und anderer gefährdeter Tierarten einsetzen sowie einen Tümpel in Küsnacht, der interessanten Amphibien Lebensraum bietet, vor dem Zuschütten bewahren.» Tatsächlich handelte es sich dabei um das erste Aktionsprogramm, das eine Drogeriebesitzerin in Küsnacht lancierte. Noch im ersten Geschäftsjahr baute die Sektion eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe an der Volkshochschule Zürich auf und engagierte sich auf politischer Ebene für die Volksinitiativen «Demokratie im Strassenbau» und «Pro Glatttallinie».  

Umweltbildung Gestern und heute

Umweltbildung war vor 40 Jahren ein wichtiges Handlungsfeld für den WWF Zürich und ist es noch heute. Denn nur was man kennt, schätzt und schützt man auch.

Seit seiner Gründung im März 1976 informiert, mobilisiert und begeistert der WWF Zürich Jung bis Alt für Natur- und Umweltthemen. Schon im ersten Jahr...

... begann er Exkursionen in die Natur und Führungen durch Betriebe wie z.B. die Kehrrichtverbrennungsanlage anzubieten. Mit den Jahren wurde ein umfassendes Bildungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aufgebaut.

Die erste Jugendgruppe des WWF Zürich wirkte schon ab 1977, ein paar Jahre später existierten bereits vier solche Gruppen. Diese organisierten Stand- und Sammelaktionen, betreuten Biotope und bauten Amphibienteiche. Heute ist eine Gruppe junger Erwachsener im Aufbau: Das Junge Netzwerk re.generation tüftelt und probiert aus, wie es sich am besten umweltbewusst leben lässt und versucht Andere zum Mitmachen zu motivieren.

Für die Kleinen gab es ab 1988 die ersten Ferienpasstage. Seitdem suchen jedes Jahr Hunderte von WWF-Kids nach Tierspuren, heulen wie die Wölfe, forchen am Wasser und erleben die Natur in vielfältiger Weise. Ende der 90er Jahre entstanden die beliebten Ferienlager. Seit 2004 ist der WWF Zürich auch in den Schulzimmern präsent. Das Angebot begann mit wenigen Naturthemen und einzelnen Klassen und ist heute mit über 230 Schulbesuchen im Jahr eines der beliebtesten Angebote für Schulen.

Der erste WWF-Lauf mit Schulklassen fand im Jahr 2000 statt: Die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Oerlikon liefen und sammelten für den Luchs. Heute führt der WWF Zürich jährliche mehrere Läufe durch - dieses Jahr wird in Zürich, Winterthur, Dietikon und Uetikon am See für die Wale und Meere gerannt und Geld gesammelt werden. 

WWF Erneuerbar

Bereits vor der Jahrtausendwende hat der WWF Zürich einen Schwerpunkt auf die Förderung von erneuerbaren Energien gesetzt. Das ist heute noch so.

Technik und Natur bilden für den WWF Zürich schon bei seiner Gründung 1976 keinen Gegensatz. Eine solche Haltung war vor vierzig Jahren nicht selbstverständlich. Denn Natur und Fortschritt sah man damals - genauso wie Ökologie und Wirtschaft - als Gegensätze an, die sich behindern.

In den späten 90er-Jahren begann sich der WWF Zürich konkret mit dem Klimaschutz und der Förderung der erneuerbaren Energien auseinanderzusetzen. Denn erst rund zwei Jahrzehnte zuvor...  

...  erlangte die Solarenergie im Zuge verschiedener Energiekrisen weltweit an Beachtung. Und ab den späten 80ern gelang dem Konzept dezentraler Verbraucher und Erzeuger (sog. Smart Grid) und damit kleinen privaten und öffentlichen Solaranlagen der Durchbruch. Die Spuren aus den ersten WWF-Projekten sind bis heute noch sichtbar und wirken nachhaltig bis in die Gegenwart und Zukunft weiter.

So realisierte der WWF Zürich im Jahr 1999 auf dem Dach des Schulhauses Rütihof in Zürich-Höngg eine eigene Solaranlage. Der produzierte Strom reicht, um den jährlichen Energieverbrauch von zehn Personen zu decken. Der Solarstrom wird in die Solarstrombörse des EWZ eingespeist und vergütet. Der Erlös aus dem Stromverkauf fliesst in einen Fonds, der der Finanzierung von Klimaschutz-Projekten dient.

Der WWF befürwortet auch die Windkraft als Bestandteil unserer künftigen Stromerzeugung. Die Windenergieanlagen müssen jedoch an geeigneten Standorten stehen und dürfen keine negativen Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse haben. Um Interessenskonflikte zwischen erneuerbarer Energieproduktion sowie Natur- und Landschaftsschutz zu vermeiden, muss jedes Projekt von Anfang an sorgfältig geprüft werden. Im Juni 2002 übernahm der WWF Zürich das Patronat der Leichtwindanlage in Brütten. Die Anlage deckt den jährlichen Strombedarf von vier Haushalten.

Der Einsatz des WWF für eine nachhaltige Energiepolitik geht weiter. Zurzeit unterstützt er die Energieregion Knonauer Amt bei der Umsetzung ihrer Ziele: Die Gemeinden des Säuliamtes wollen die Energiewende bis 2025 schaffen und den jährlichen CO2-Ausstoss um 30 Prozent reduzieren.

Und was bringt die Zukunft?

Als letztes werfen wir einen Blick auf unsere Vision für den Kanton Zürich in den kommenden 40 Jahren. Der Künstler Adrian Tobler hat diese in Form eines Wimmelbildes zu Papier gebracht.

Insektenfarmen, Turmgärten und Tauschbörsen in der Stadt. Frei fliessende Flüsse, reiche natürliche Vielfalt und Mischkulturen auf dem Land. Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir unsere Zukunft nachhaltig, lebenswert und liebenswert gestalten können. Dabei sind die einen schneller umsetzbar als die andern. Vor diesem Hintergrund haben sich Vorstand und Geschäftsstelle des WWF Zürich zum 40-jährigen Jubiläum die Frage gestellt, wie der Kanton Zürich in 40 Jahren aussehen könnte...

Ins Bild gesetzt wurde diese «Vision» vom Künstler Adrian Tobler. Es ist ein Bild zum Entdecken, Staunen – und Schmunzeln, denn nicht alles ist ganz ernst gemeint. Und trotzdem, mit Freude, Überzeugungskraft und Beharrlichkeit lässt sich Vieles umsetzen. Arbeiten wir gemeinsam daran!  im Grossformat anschauen


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