Die Wirtschaft floriert – wie wirkt sich das auf die Umwelt aus?

17. Juni 2019

Mehr Unternehmen, mehr Stellen, mehr Beschäftigte – das Jahr 2018 war für den Kanton Zürich in vielerlei Hinsicht von Wachstum gezeichnet. Auch die Bevölkerung nahm zu, und der Verkehr. Und die damit verbundenen Kosten für die Natur.

Wirtschaftswachstum sei ein Gradmesser für Wohlstand, sagen die einen. Was aber ist dieser Wohlstand wert, fragen die anderen, wenn die Wohnqualität stetig abnimmt? Der «Umweltbericht 2018» des Kantons Zürich beschreibt es unverschleiert: Der Verkehr nahm zu, nimmt zu und wird weiter zunehmen, was Stau, hohe CO2-Emissionen und erhöhte Lärm- und Luftbelastung bedeutet. Das Umweltziel, dass 50% des Verkehrszuwachses durch die öffentlichen Verkehrsmittel übernommen werden sollen, wurde verfehlt. Ebenso das Ziel, den Veloanteil am Gesamtverkehr zu erhöhen – bei Weitem verfehlt. 

Das dritte Umweltziel im Zusammenhang des Lebens- und Wirtschaftsraums, das nicht erreicht wurde, ist die Reduktion der landwirtschaftlichen Ammoniakemissionen «um ca. 40% im Vergleich zu 2005». Die Zürcher Landwirtschaft belastet die Natur weiterhin stark, mit Ammoniak, Stickstoff, Pestiziden usw.

«Die Wirtschaftslage ist gut und der Kanton Zürich als Wohnort sehr beliebt», schreibt der Umweltbericht. Wenn das so bleiben soll, müssen wir mehr darin investieren, die «Umweltverträglichkeit von Mobilität, Wohnen und Wirtschaften» zu erhöhen.

Dafür braucht es ein Umdenken – der ewige Verkehrszuwachs muss gestoppt werden. Des Weiteren sollten Massnahmen, die auf eine Verlagerung der Mobilität von endlosen Kolonnen bestehend aus i.d.R. einfach bemannten Personenwagen auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel (ÖV, Velo oder zu Fuss) abzielen, dringend gefördert werden. Genauso wie Projekte, die Massnahmen eruieren könnten, um in der Landwirtschaft die Emissionen zu vermindern sowie die Effizienz beim Einsatz von Nährstoffen, Pflanzenschutzmitteln und Energie zu steigern.

Hier können Sie die zitierte Quelle selbst durchschauen: Umweltbericht 2018 Kanton Zürich.

Und hier finden Sie noch weitere Gründe, warum die Natur mehr Unterstützung braucht: Natur-Initiative – Rettet die Zürcher Natur

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