Wofür möchten wir bezahlen – Flussrenaturierung oder Hochwasserschaden?

12. März 2019

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch im Kanton Zürich spürbar. Es herrscht Konsens darüber, dass Massnahmen ergriffen werden müssen, sowohl um besser mit diesen Auswirkungen umgehen zu können, als auch um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Allerdings hapert es an der Umsetzung.

 Der Umweltbericht 2018 des Kantons Zürich fasst die Auswirkungen des Klimawandels zusammen, die wir schon heute deutlich spüren: einerseits die Zunahme von Hitzewellen und Trockenheitsperioden, andererseits die Zunahme von Starkniederschlag und Hochwasserereignissen, sowie die Veränderung der Tier- und Pflanzenwelt. Die Prognose lautet, dass sich die Wetterextreme noch weiter ausprägen werden.

Eine Möglichkeit, um diesen Extremen entgegenzuwirken, sind Flussrenaturierungen (auf dem Bild: Thurauen).

Momentan sind im Kanton Zürich rund die Hälfte der ca. 3'600 km Fliessgewässer begradigt, kanalisiert oder eingedolt (Revitalisierungen). Dabei stellen Gewässer in naturnahem Zustand durch ihre erhöhte Resilienz einen natürlichen Schutz vor Hochwassern dar: Mit ihren Flächen können sie mehr Wasser zurückhalten, d.h. Abflussspitzen auffangen und Wasserschwankungen puffern (EAWAG). Bei extremer Trockenheit bieten ihre tiefen Pools und grössere beschattete Zonen überlebenswichtige Abkühlung für Fische und andere Wasserlebewesen (BAFU).

Darum verlangt die Natur-Initiative jährlich genügend Einlagen in den Natur- und Heimatschutzfonds, damit u. A. dringend notwendige Flussrenaturierungen endlich umgesetzt werden.

 

 

 

.hausformat | Webdesign, TYPO3, 3D Animation, Video, Game, Print