Geschichte

WWF-Logo auf Fahne

Ein Blick zurück

Fünfzehn Jahre nach der Gründung des WWF International im April 1961 und des WWF Schweiz im Dezember 1961 entstand am 27. März 1976 mit dem WWF Zürich die achte kantonale Sektion. Zu unserem 50-jährigen Jubiläum sind wir ins Archiv gestiegen und haben für Sie Meilensteine aus fünf Jahrzehnten aufbereitet. Tauchen Sie mit uns ein in die Geschichte des WWF Zürich.

 

2025: Ein Meilenstein für den Gewässerschutz

Das Bundesgericht gibt dem WWF recht: Eine Überbauung in Kollbrunn darf so nicht gebaut werden, da der gesetzlich vorgeschriebene Gewässerraum der Töss nicht korrekt ausgeschieden wurde. Das Urteil stärkt den Schutz unserer Flüsse und zeigt: Umweltrecht ist nicht verhandelbar. Dank dem Einsatz des WWF wird der Gewässerschutz nun korrekt angewendet – ein wichtiger Schritt für Biodiversität, Hochwassersicherheit und eine naturverträgliche Planung in der ganzen Schweiz.
 

2025: Grundlagen für Quellenschutz

Quellen sind seltene, oft vergessene Lebensräume – und für spezialisierte Arten wie Köcherfliegen oder den Feuersalamander überlebenswichtig. Der WWF Zürich hat deshalb während sechs Jahren zusammen mit dem Kanton und 59 Freiwilligen 1300 Quellen erfasst und ihren Zustand dokumentiert. Das neue Quelleninventar ist nun auf dem GIS-Browser des Kantons Zürich aufgeführt, dem zentralen Karten- und Informationsportal für alle öffentlich zugänglichen Geodaten des Kantons. Es schafft die Grundlage, um diese wertvollen, gefährdeten Lebensräume besser zu schützen und gezielt Revitalisierungen anzustossen.  

2024: Gerichtsentscheid für 250 Jahre alte Eichen

Gegen den Gestaltungsplan für die Deponie Chalberhau haben die drei kantonalen Umweltverbände WWF, Pro Natura und Birdlife Rekurs erhoben: Die geplante Deponieerweiterung würde zur Rodung eines ökologisch äusserst wertvollen Alt-Eichen-Waldes führen – ein Lebensraum, der im Kanton Zürich einzigartig und schweizweit selten ist. Ein Ersatz ist unmöglich. Mit der Rodung würden Arten der Roten Liste unwiederbringlich verschwinden. Angesichts der Biodiversitätskrise wäre ein solcher Eingriff verheerend und unverhältnismässig. Das Baurekursgericht heisst den Rekurs gut.  

2023: Ja zum Klimaschutzgesetz

Die Stimmbevölkerung sagt mit einem beeindruckenden Ja-Anteil von 59 Prozent klar Ja zum nationalen Klimaschutzgesetz. Dieses weist den Weg zu Netto-Null-Treibhausgasemissionen und unterstützt Unternehmen wie Privatpersonen auf ihrem Weg zur Klimaverträglichkeit ohne neue Verbote oder Abgaben. Der WWF Zürich baute dafür ein breit abgestütztes Komitee auf, getragen von Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Umwelt, verteilte Flyer, platzierte Plakate und Fahnen und brachte seine Argumente in Leserbriefen ein. Dieses starke Engagement hat wesentlich zum deutlichen Abstimmungserfolg beigetragen. 

 

2023: Mehr Raum für die Reuss ‒ Gericht stärkt Gewässerschutz

Die Reuss bei Ottenbach durchfliesst ein ökologisch äusserst wertvolles Gebiet von einzigartiger Qualität und Vielfalt. Der WWF Zürich setzte sich erfolgreich dafür ein, dass das national bedeutende Flachmoor und Auengebiet besser geschützt wird. Die Behörden hatten den Gewässerraum zu knapp bemessen – ohne ausreichende Pufferzone gegen Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft. Das Gericht gibt dem WWF recht: In ökologisch sensiblen Gebieten muss der Gewässerraum so vergrössert werden, dass er die Funktionen von Pufferzonen übernimmt und die Biotope wirksam schützt. Dieses Urteil schafft Klarheit und stärkt die ökologischen Funktionen der Gewässerräume. 

2022: Ein neues Naturzentrum

Der WWF Zürich, die Pädagogische Hochschule Zürich, die Zürcher Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und die Stiftung Pestalozzianum unterzeichnen einen Letter of Intent und geben damit den Startschuss für ein gemeinsames Nachhaltigkeitszentrum auf der Halbinsel Au bei Wädenswil. Herzstück wird das vom WWF entwickelte Naturzentrum Zürichsee im historischen Kutscherhaus. Dort werden zentrale Natur- und Umweltthemen mit Fokus auf Wasser als Naturelement, Lebensraum und Ressource erlebbar. Das Naturzentrum Zürichsee lädt dazu ein, Natur zu entdecken, Dialoge zu führen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen. 

2021: 63 Prozent der Zürcher:innen für nachhaltiges Energiegesetz

Mit dem deutlichen Ja zum neuen Zürcher Energiegesetz setzt die Bevölkerung ein starkes Signal: Zürich macht den Weg frei für eine CO₂-freie Wärmeversorgung. Noch rund 120 000 fossile Heizungen verursachen 40 Prozent der kantonalen Emissionen; neue Vorgaben für Neubauten und Heizungsersatz bringen nun den klimaneutralen Umbau voran. Der WWF Zürich hat diesen Erfolg in einer breiten Allianz wesentlich mitgestaltet. Mit dem neuen Gesetz leistet Zürich einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz – und setzt einen Impuls weit über den Kanton hinaus. 

2020: Mehr Mittel für den Naturschutz im Kanton Zürich

Der Kantonsrat nimmt mit klarer Mehrheit den Gegenvorschlag zur Natur-Initiative an – ein wichtiger Schritt für den Schutz unserer Lebensgrundlagen. Die kantonalen Umweltverbände hatten die Initiative 2018 lanciert. Künftig fliessen jährlich 50 bis 80 Millionen Franken in den Natur- und Heimatschutzfonds. Dies ist zwar deutlich mehr als bisher, aber immer noch nur das notwendige Minimum, um den rasch fortschreitenden Verlust der Biodiversität wirksam zu bremsen. Die breite Unterstützung zeigt: Der Erhalt der natürlichen Vielfalt ist eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. 

2019: Rekorde bei WWF-Schulbesuchen

In den Schulen des ganzen Kantons Zürich finden so viele WWF-Schulbesuche wie nie zuvor statt. 302 Schulklassen aller Stufen (Kindergarten bis Oberstufe) und insgesamt 6034 Schüler:innen befassen sich je einen halben Tag lang mit Eisbär, Biene oder Meeresschildkröte und ihren Lebensräumen. Passend zur weltweiten Klimabewegung werden die meisten Schulbesuche zum Thema Klimawandel gewählt.  

2018: Wettbewerb um die schönste Wiese

Der WWF Zürich startet die «Wiesenmeisterschaften», die während drei Jahren in verschiedenen Regionen des Kantons durchgeführt werden. Das Projekt soll auf den ökologischen und landschaftlichen Wert artenreicher Wiesen aufmerksam machen. Während intensiv genutzte Fettwiesen artenarm sind, beherbergen seltene Magerwiesen bis zu 40 Prozent der Schweizer Pflanzenarten und bieten Lebensraum für unzählige Insekten. Von 2018 bis 2020 nehmen insgesamt 147 Betriebe mit rund 300 Wiesen teil. An der jährlich stattfindenden Prämierungsfeier werden die Sieger für ihr ökologisches Engagement geehrt. 

2018: «Aktiv auf dem Bauernhof»

Mit dem neuen Programm «Aktiv auf dem Bauernhof» setzt der WWF Zürich einen starken Impuls für mehr Biodiversität im Kulturland. An sieben Samstagen packen 32 engagierte Freiwillige auf verschiedenen Bauernhöfen mit an: Sie pflegen Hecken, jäten Naturschutzflächen oder legen Kleinstrukturen an und leisten damit einen direkten Beitrag zur Förderung wertvoller Lebensräume. Das Pilotprojekt überzeugt auf ganzer Linie: Die Freiwilligen vertiefen ihr Naturwissen und erleben Landwirtschaft aus erster Hand, während die Bauernfamilien spürbar entlastet werden. Seit dem erfolgreichen Start 2018 führt der WWF Zürich das Programm weiter, später unter dem Namen «Natur verbindet». 

2017: Mehr Schutz für das Flachmoor Uster

Die kantonalen Umweltverbände reichen Beschwerde gegen die Schutzverordnung Uster ein: Das Flachmoor von nationaler Bedeutung sei nicht korrekt abgegrenzt worden und es fehlten ausreichende ökologische Pufferzonen. Ein Jahr später heisst das Gericht die Beschwerde gut: Der Kanton muss den Moorperimeter erweitern und eine Nährstoffpufferzone ausscheiden. Hydrologische und Störungspufferzonen müssen fachgutachterlich geprüft und nötigenfalls festgesetzt werden. Nur so können die Moorflächen vor negativen Einflüssen aus der näheren Umgebung abgeschirmt werden.  

2016: Visionen für die nächsten 40 Jahre

Zu seinem 40-jährigen Bestehen stellt sich der WWF Zürich die Frage, wie der Kanton in weiteren vier Jahrzehnten aussehen könnte. Es entsteht das Jubiläumsposter von Adrian Tobler mit Insektenfarmen, Turmgärten und Tauschbörsen in der Stadt, mit frei fliessenden Flüssen sowie einer vielfältigen, naturnahen Kulturlandschaft. Nicht alles ist wörtlich zu nehmen – und doch zeigen die Illustrationen, wie viele Möglichkeiten wir haben, unsere Zukunft nachhaltig, lebenswert und liebenswert zu gestalten. Diese Visionen sollen uns in den kommenden Jahren begleiten und inspirieren. 

2015: Ein offenes Bachbett für den Honaspbach

In Lindau entsteht das Bildungs- und Forschungszentrum Agrovet-Strickhof. Dafür muss der Honaspbach verlegt werden. Ursprünglich war vorgesehen, den Bach am neuen Standort weitgehend einzudolen. Doch das Gewässerschutzgesetz verlangt, dass ein Gewässer nach einer solchen Verlegung offen geführt wird. Dank der Einsprache von WWF Zürich, Pro Natura und BirdLife wird der Bach nun wieder an die Oberfläche geholt. Natürlich fliessende Kleinbäche sind wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und bilden wichtige ökologische Vernetzungsachsen. Sie werten die Landschaft auf und schaffen zudem attraktive Erholungsräume für die Bevölkerung. 

2015: Kompromiss für Strassenverlegung Eigental

Die Durchfahrt durch die Eigentalstrasse wurde 2013 aus Sicherheitsgründen für den motorisierten Verkehr verboten. Da sie Lebensräume von nationaler Bedeutung berührt, setzten sich die kantonalen Umweltverbände für eine dauerhafte Sperrung ein. An einem Runden Tisch mit Kanton, Gemeinden und Interessenvertreter:innen wird ein Kompromiss errungen: Die Strasse wird vorerst saniert und geöffnet, bis flankierende Massnahmen auf der Umfahrungsroute umgesetzt sind. Nach spätestens zehn Jahren jedoch wird sie endgültig für Autos geschlossen und als kantonaler Radweg erhalten. Somit kann dieses einmalige Naturjuwel langfristig erhalten und geschützt werden – ein Gewinn für Natur und Erholung. 

2014: Sonnenklar – Ja zu Zürcher Energiezonen

Die Zürcher Bevölkerung stimmt der Revision des Planungs- und Baugesetzes mit 55 Prozent zu. Neu können die Gemeinden Energiezonen festlegen, in denen ein höherer Anteil an erneuerbarer Energie genutzt werden muss. Dieser wichtige Abstimmungssieg gelingt dank der guten Zusammenarbeit zwischen zahlreichen bürgerlichen Vertreter:innen, Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien, Umweltorganisationen und den Mitte- und Linksparteien. Der WWF führte die erfolgreiche Kampagne. 

2013: Aufwertung Limmatauen

Der Kanton Zürich schliesst die Revitalisierung der Limmat zwischen Höngg und Oberengstringen erfolgreich ab. Die neuen Limmatauen Werdhölzli verbinden Hochwasserschutz, Ökologie und Erholung: Naturnahe Flachufer, Kiesbänke, Stein- und Baumstrukturen schaffen neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Verbesserte Zugänge zum Wasser und ein Erlebnissteg machen den 1,8 Kilometer Abschnitt zu einem wichtigen Natur- und Erholungsraum. Der WWF hat das Projekt fachlich begleitet und wirkt an der Eröffnungsfeier mit. Zudem führt er anlässlich des europäischen Flussbadetages auf der Werdinsel die Aktion «Big Jump» durch, bei der rund 120 Personen in die Limmat springen und ein Zeichen für lebendige Gewässer setzen. 

2012: Mehr Biodiversität für den Zürcher Burghölzlihügel

Die freiwillige WWF-Regionalgruppe Zürich ruft das Projekt «Lebensraum Kulturlandschaft Burghölzli» ins Leben, mit dem Ziel, die Naturvielfalt in den Zürcher Stadtkreisen 7 und 8 zu erhalten und zu fördern. Als Erstes erfassen Fachleute den aktuellen Bestand verschiedener Tier- und Pflanzenarten und entwickeln Aufwertungs- und Schutzmassnahmen. Über 125 Massnahmen sollen den Rückgang der Arten stoppen. Bevölkerung und lokale Akteur:innen werden aktiv in die Umsetzung einbezogen, um die langfristige Sicherung der Naturvielfalt zu gewährleisten. Bereits im ersten Jahr finden drei Pflegeeinsätze, Exkursionen und Verkaufsaktionen von Nisthilfen für Wildbienen statt. Seit Ende 2017 wird das sehr erfolgreiche Projekt durch den Förderverein «Natur im Siedlungsraum» (NimS) weitergeführt. 

2011: Energiewende in den Gemeinden

Der WWF organisiert gemeinsam mit der Energiestadt Adliswil vier Energieveranstaltungen, um die Bevölkerung zum konkreten Handeln zu motivieren. Der Film «Home» bildet einen starken Auftakt, gefolgt von praxisnahen Anlässen zu bewusstem Lebensstil, energetischen Sanierungen und erneuerbaren Energien – jeweils mit klaren Einspar- und Umsetzungsmöglichkeiten. Mit dem neuen WWF-Projekt «Erneuern Sie Ihre Gemeinde» und einer Klimaverantwortlichen beim WWF Zürich wird die Sensibilisierung für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien weiter vorangetrieben.

2010: Biodiversitätsförderung im Kirchengarten

Im Jahr der Biodiversität 2010 lanciert der WWF Zürich gemeinsam mit dem damaligen Verband der stadtzürcherischen evangelisch-reformierten Kirchgemeinden das Projekt «Biodiversität in Grünanlagen». Mit dem Pilotprojekt Kirche Enge wird ein sichtbarer Anfang gemacht: Ehemals artenarme Rasenflächen werden in blühende einheimische Wiesen verwandelt. Diese neuen Lebensräume fördern Schmetterlinge und Insekten, stärken die Natur im Siedlungsraum – und schaffen zugleich attraktive Erholungsräume für die Menschen. 

2009: Klimastand am Zürcher Umwelttag

Am Zürcher Umwelttag vom 20. Juni präsentieren der WWF Zürich und der Schweizerische Versicherungsverband einen gemeinsamen Klimastand mit Wasserdegustation. 240 Personen probieren Leitungs- und Mineralwasser und erfahren dabei, wie viel schlechter die Ökobilanz von Wasser in PET-Flaschen im Vergleich zu Hahnenwasser ausfällt. Der WWF Zürich ist jedes Jahr an verschiedenen Anlässen präsent, um die Bevölkerung wirksam für Natur- und Umweltthemen zu sensibilisieren.  

2008: Klares Ja zum Verbandsbeschwerderecht

Eine Initiative der Zürcher FDP zielte direkt auf das Verbandsbeschwerderecht der Umweltorganisationen – und hätte dessen faktische Abschaffung bedeutet. Der WWF Zürich engagiert sich entschlossen im Zürcher Komitee und bei zahlreichen Strassenaktionen, um dieses wichtige Instrument des Naturschutzes zu verteidigen. Mit Erfolg: 66 Prozent der Stimmberechtigten lehnen die Vorlage ab, auch alle Kantone stimmen dagegen. Dieses deutliche Resultat stärkt das Vertrauen in die Arbeit der Umweltverbände und sendet ein klares Signal an die Politik: Am Verbandsbeschwerderecht darf nicht gerüttelt werden. 

2006: Eröffnung des WWF-Biberpfads am Rhein

Anfang Dezember eröffnet der WWF Zürich am Rhein zwischen den Schiffstegen Tössegg und Rüdlingen einen rund vier Kilometer langen Biberlehrpfad. Er macht den Biber und seinen Lebensraum für die Öffentlichkeit erlebbar und vermittelt Spannendes über den grössten europäischen Nager, seine Nachbarn sowie die durch ihn entstehenden Nutzungskonflikte. 2021 wird der Pfad erneuert: Zehn interaktive Informationstafeln mit Rätseln – und mit etwas Glück auch Nagespuren an Bäumen oder Fussspuren am Boden – laden dazu ein, den Lebensraum des Bibers zu entdecken.

2005: Europäischer Flussbadetag und Solarinitiative

Zwei publikumswirksame Aktionen machen auf den Gewässer- und Klimaschutz aufmerksam: Mit dem «Big Jump» wird der erste Europäische Flussbadetag gefeiert – tausende Menschen in ganz Europa springen gleichzeitig ins Wasser und fordern saubere Flüsse sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Fliessgewässern. Gleichzeitig bildet die Aktion den Auftakt zur Riverwatching-Kampagne des WWF Schweiz. Parallel dazu unterstützt der WWF Zürich ein innovatives Energieprojekt: 100 Jugendliche und Erwachsene bauen auf dem Dach des Gemeinschaftszentrums Hirzenbach ihr eigenes Solarkraftwerk und machen erneuerbare Energieproduktion für die Öffentlichkeit konkret erlebbar.

2004: Erfolgreiche Umweltbildung in Schulen

Neu ist der WWF Zürich auch in Schulzimmern präsent. Seit 2004 bietet er in Volksschulen lebendigen Unterricht mit Fellen, Düften, Schädeln, Spielen und weiteren erlebnisorientierten Medien an. Die Schulbesuche zu Luchs und Biber richten sich an Kinder vom Kindergarten bis zur Mittelstufe, während Angebote zu Energie und Klima für Schülerinnen und Schüler ab dem 15. Altersjahr, Berufsschulen und Gymnasien angeboten werden. Insgesamt werden 52 Schulbesuche durchgeführt – mit durchwegs sehr positiver Rückmeldung der Lehrpersonen. Das Angebot wächst von anfänglich wenigen Themen und Klassen zu einem stark nachgefragten Programm mit Spitzenwerten von über 300 Schulbesuchen pro Jahr.

2003: Förderung des nachhaltigen FSC-Holzlabels

Der WWF Zürich fördert das international anerkannte Ökoholzlabel FSC (Forest Stewardship Council) gezielt durch Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören unter anderem Verkaufsaktionen mit FSC-Christbäumen in Winterthur sowie ein Märchennachmittag rund um das Thema Wald. Bereits im Vorjahr wurde das Label am 4. Internationalen Holzerwettkampf auf dem Pfannenstiel mit rund 8000 Besuchenden prominent präsentiert: Ein gut besuchter Infostand und Mitmachangebote wie das Basteln von Jojos oder ein Sägevelo machten nachhaltige Waldbewirtschaftung erlebbar.

2002: Einweihung Leichtwindanlage in Brütten

In Brütten bei Winterthur wird eine 18m hohe Leichtwindanlage eingeweiht. Der WWF Zürich übernimmt das Patronat und macht damit auf diese innovative, dezentrale Form der Ökostromproduktion aufmerksam. Ziel ist, deren Verbreitung zu fördern und den Ausbau erneuerbarer Energien im Schweizer Mittelland voranzutreiben.

2002: Grosse Unterstützung für Landschaftsinitiative

Gemeinsam mit Pro Natura Zürich, dem Züricher Vogelschutz und dem Zürcher Heimatschutz reicht der WWF Zürich die kantonale Landschaftsinitiative mit über 14'500 Unterschriften ein – mehr als doppelt so viele wie erforderlich. Die Initiative verlangt, dass alle Landschaften von nationaler Bedeutung im Kanton Zürich als Landschaftsschutzgebiete bezeichnet werden. Auslöser waren die erfolglosen Bemühungen der Verbände im Rahmen des kantonalen Richtplans 2001. Die Zürcher Bevölkerung lehnt 2005 die Landschaftsinitiative ab. Der relativ hohe Ja-Stimmen Anteil zeigt aber, dass der Landschaft in der Politik mehr Bedeutung zukommen muss.

2001: Beeindruckendes Ergebnis beim 2. WWF-Lauf

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Vorjahr steht der zweite WWF-Lauf ganz im Zeichen des Tigers. Trotz Regen legen 110 Teilnehmende gemeinsam beeindruckende 1'294 Kilometer zurück. Dabei komen über 38'000.- Franken zusammen, die insbesondere in den Kampf gegen die Wilderei eingesetzt werden.

2000: Pufferzonen für Flachmoor Pfäffikersee

In der Auseinandersetzung um die Abgrenzung von Moorlandschaften, Flachmooren und Pufferzonen im Gebiet Robenhausen am Pfäffikersee erzielen die kantonalen Umweltverbände einen wichtigen Etappenerfolg. Das Verwaltungsgericht folgt ihrer Argumentation, wonach Bauzonen kein sachliches Kriterium für die Abgrenzung von Moorlandschaften darstellen. Gemeinde Wetzikon und Bauherrschaften ziehen den Entscheid ans Bundesgericht weiter, das ein Jahr später ihre Beschwerde gutheisst. Ein Erfolg bleibt jedoch bestehen: Für das national bedeutende Flachmoor müssen verbindlich ausreichende Pufferzonen ausgeschieden werden.

2000: Umweltrating der Gemeinden

Wie umweltgerecht handeln die öffentlichen Verwaltungen? Den Leistungen der Gemeinden in Bereichen wie Trinkwasserversorgung, Raumplanung, Lärmschutz oder Temporegelungen fehlt bislang ein vergleichbarer Massstab. Nach zweijährigen Vorarbeiten lanciert der WWF Zürich deshalb das Projekt «Umwelt-Info Kanton Zürich». Es bewertet unter anderem die Trinkwasserqualität sowie die Erholungsqualität anhand wertvoller Natur- und Landschaftselemente. Die Resultate des Gemeinderatings werden öffentlich zugänglich gemacht und schaffen erstmals Transparenz und Vergleichbarkeit.

1999: ökologische Ausgleichsflächen im Rafzerfeld

Die basisorientierten Aktivitäten des Vereins «Natur vom Puur im Rafzerfeld» leisten einen wichtigen Beitrag zu einer ökologischeren Landschaftsentwicklung. Diese Pionierarbeit nimmt zentrale Anliegen der «Lokalen Agenda 21» auf. Die Zahl der Vertragslandwirte steigt auf 24, die Zahl der Buntbrachenreservate auf 34, ergänzt durch zwei Feldflorareservate. Insgesamt sind 8.5 Hektaren ökologische Ausgleichsflächen entstanden. Das Projekt wird hierfür mit dem 3. Preis im öffentlichen Wettbewerb der Bodensee Agenda 21 ausgezeichnet.

1999: Solarengagement auf Schulhausdach

WWF Zürich realisiert auf dem Dach des Schulhauses Rütihof in Höngg eine eigene Solaranlage und setzt damit ein sichtbares Zeichen für den Ausbau erneuerbarer Energien und die Nutzung von Ökostrom. Der erzeugte Strom deckt den jährlichen Energieverbrauch von rund 10 Personen und wird über die Solarstrombörse der EWZ vergütet. Die Einnahmen fliessen in Klimaschutz-Projekte. Die Anlage wird im April 2000 im Beisein der Stadträtin Monika Weber eröffnet.

1998: Grosser Erfolg bei der Förderung der Wiederverwertung

Mit dem Secondhand ABC-Verzeichnis mit über 500 Adressen setzt der WWF Zürich wichtige Impulse für nachhaltigen Konsum. Der Panda-Reparaturservice wird auf den ganzen Kanton Zürich ausgebaut: An sieben Annahmestellen kümmern sich rund ein Dutzend Spezialisten um defekte, meist leicht reparierbare Geräte. Der Erfolg ist gross: Gegen 1'000 Geräte werden entgegengenommen, wovon 82% repariert werden können. Am häufigsten betreffen die Reparaturen Unterhaltungselektronik und elektrische Haushaltgeräte.

1996: Abfallpolitik und praktische Lösungen

Unter dem Motto «Reparieren statt liquidieren» leistet der WWF Zürich mit dem Panda-Reparaturservice einen aktiven Beitrag zu Abfallvermeidung. Seit einigen Jahren ist die Abfallbewirtschaftung ein wichtiges Thema für den WWF: Mit einem Grundlagenpapier «Umweltverträgliche Güterflüsse» lieferte er konkrete Ansätze für eine nachhaltige Wirtschaft im Kanton Zürich. Umfragen bei Gemeinden, Medienarbeit und Standaktionen brachten das Thema in die Öffentlichkeit.

1995: Durchsetzung ökologischer Anliegen bei Golfplatzprojekten

Der WWF bringt sich in mehrere Golfplatzprojekte wirkungsvoll ein. Durch Einwendungen, Verhandlungen und Einigungen mit den Bauherrschaften der Golfplätze Goldenberg und Unterengstringen werden ökologische Anliegen umfassend berücksichtigt. Gegen das Golfplatzprojekt am Rossberg bei Winterthur wird Einsprache erhoben. Zudem führt der WWF Gespräche mit den Planern zur Erweiterung des bestehenden Golfplatzes in Hinwil, die 1996 in einer Einigung münden. Weitere Verhandlungen für ein geplantes Golfplatzprojekt am Bachtel werden aufgenommen, um auch dort die Interessen des Naturschutzes frühzeitig zu verankern.

1994: Erlebnisstarke Osteraktion

«Frohe Ostern – Eier von glücklichen Freilandhühnern»: Mit echten Hühnern auf der Pestalozzi-Wiese vor dem Globus, auffälligen Rieseneiern, Federn geschmückten T-Shirts und einem Ballonflugwettbewerb zieht der WWF die Aufmerksamkeit auf tierfreundliche Eierproduktion. Ein Faltblatt informiert über die Richtlinien der Schweizer Freiland- und Auslaufhaltungsstandards und zeigt, wo in allen Stadtkreisen KAG- und Knospenfreilandeier erhältlich sind – mit entsprechender Medienresonanz.

1993: Erfolgreicher Rechtsschutz für Moorlandschaften

Weil der gesetzliche Schutz national bedeutender Moorlandschaften ungenügend umgesetzt wird, sieht sich der WWF regelmässig gezwungen, gegen problematische Bauvorhaben vorzugehen. Im Fall Pfäffikersee gibt das Verwaltungsgericht der Beschwerde von WWF und Zürcher Naturschutzbund gegen ein Industriegebäude im Moorperimeter recht. Das anschliessende Bundesgerichtsurteil bestätigt diesen Entscheid und stoppt den Bau endgültig.

1992: Aufhebung rechtswidriger Regierungsentscheide

Im Fischenthalerried legt der Kanton ein Strassentrassee mitten durch ein Flachmoor von nationaler Bedeutung und zerstört wertvolle Moorvegetation. Nach Eingang der Meldung verlangt der WWF vergeblich einen sofortigen Baustopp durch den Regierungsrat und zieht den Fall deshalb vor das Verwaltungsgericht. Dieses verfügt einen Baustopp und hebt sämtliche Regierungsentscheide als rechtswidrig auf. Im Urteil wird das Vorgehen des Regierungsrates zudem als rechtsstaatlich bedenklich eingestuft.

1992: Mobile Demonstration für den Gewässerschutz

Gemeinsam mit Partnerorganisationen mobilisiert der WWF mit einer breit angelegten Kampagne für den Gewässerschutz und bringt das Thema mit grosser Öffentlichkeitswirkung auf die Strasse. Besonderes Highlight ist eine mobile Aktion: Als „lebender Fluss“ reisen 50 Teilnehmende als Wassertiere, Kanufahrer, Fischer und andere aquatische Symbole verkleidet mit der S-Bahn durch den Kanton. In mehreren Städten ziehen Befürworter mit Umzügen, Flugblättern und Informationsständen grosse Aufmerksamkeit auf das Anliegen. Trotz Ablehnung der Initiative „zur Rettung unserer Gewässer“ erzielt die Kampagne Wirkung: Der indirekte Gegenvorschlag wird deutlich angenommen – ein Erfolg, der ohne den intensiven Einsatz der Umweltorganisationen kaum möglich gewesen wäre.

1991: Rückkehr der Artenvielfalt auf Landwirtschaftsland

Im Projekt «Natur aus Bauernhand» engagieren sich neun Bauernfamilien für mehr Biodiversität in der Landwirtschaft. Dieses Pilotprojekt wurde im Jahr zuvor im Rahmen der 700-Jahr Feier der Eidgenossenschaft zusammen mit dem kantonalen Bauernverband, Naturschutzbund und Vogelschutz ins Leben gerufen. Durch die Umstellung auf biologische bzw. integrierte Produktion sowie die Schaffung von Ausgleichsflächen wie Hecken, Ackerrandstreifen und extensiv genutzten Obstgärten entstehen neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Die öffentlichen Führungen stossen auf grosses Interesse. Bereits im ersten Jahr kehren Schmetterlings- und Vogelarten zurück, die zuvor verschwunden waren.

1990: Vollzug der Naturschutz-Verordnungen

Eine von der WWF-Sektion angestossene Untersuchung zum Zustand überregionaler Schutzgebiete in 13 Gemeinden deckt Defizite im Vollzug und insbesondere in der Pflege auf. Die Ergebnisse machen Missstände öffentlich sichtbar und stossen eine Aussprache mit der zuständigen kantonalen Fachstelle an, mit dem Ziel, den Schutz und die Pflege der Gebiete nachhaltig zu verbessern.

1989: Erfolgreicher Start des WWF-Ladens unter der Flagge der Sektion

Per 1. Juli übernimmt die WWF-Sektion den WWF-Laden an der Häringstrasse 18 in Zürich. Während der WWF Schweiz das Geschäft erfolgreich aufgebaut hat, wuchs im Vorstand das Interesse, eine eigene Verkaufsstelle für die beliebten WWF-Artikel zu führen. Ziel ist es, die Präsenz in der Öffentlichkeit mit umweltverträglichen Produkten zu stärken und eine Einnahmequelle für freie Mittel zu schaffen. Das Geschäft wird mit dem bestehenden, erfahrenen Ladenteam weitergeführt. Im November wird der Mietvertrag für einen gemeinsamen WWF/VCS-Laden in Winterthur unterzeichnet, der im April 1990 eröffnet wird.

1989: Schaffung einer Regionalkoordination

Seit Februar wird die Sektion mit ihren Regionalgruppen durch eine halbtägige Regionalkoordination fachlich unterstützt. Diese übernimmt Sachbearbeitungs-, Informations- und Koordinationsaufgaben und fungiert als Schnittstelle zum WWF Schweiz. Der ehrenamtliche Vorstand bleibt für die laufenden Geschäfte verantwortlich.

1988: Erste Ferienpasstage

Zum ersten Mal beteiligt sich der WWF Zürich am Ferienpass von Pro Juventute in der Stadt Zürich – mit grossem Erfolg: Rund 100 Kinder nehmen an den zwei Angeboten während der Sommerferien teil. Seitdem suchen jedes Jahr Hunderte von Kindern und Jugendliche nach Tierspuren, heulen wie die Wölfe, forschen am Wasser und erleben die Natur in vielfältiger Weise.

1988: Erfolgreiches Fundraising

Seit der Gründung generiert der WWF Zürich mit dem Verkauf von Geschenkartikeln an stark frequentierten Standorten wie dem Hauptbahn Zürich, vor dem Globus, am Flohmarkt Bürkliplatz sowie in Gemeinden wie Andelfingen, Dübendorf und Bülach wichtige Einnahmen für seine Projekte und Aktivitäten. Das Fundraising mit Heftpflästerli stösst auf grosse Resonanz und sichert die finanzielle Grundlage für die Weiterführung der Arbeit im Folgejahr.

1987: Meilenstein für den Moorschutz

Der WWF Zürich unterstützt die Abstimmungskampagne der Rothenthurm-Initiative mit Öffentlichkeitsarbeit, Standaktionen, selbstgebackenen Samichläusen und Guetzli sowie Exkursionen. Die Initiative wird überraschend deutlich angenommen und verankert den Moorschutz in der Bundesverfassung: Moore von nationaler Bedeutung werden zu Schutzobjekten erklärt und damit vor Überbauung sowie Bodenveränderungen bewahrt. Im Jahresbericht heisst es treffend: „Das Resultat wird uns ewig freuen.“

1987: Erfolgreicher Rekurs gegen Schneekanonen

Das Gericht gibt dem WWF Zürich teilweise recht. Gemeinsam mit weiteren Umweltverbänden hatte der WWF gegen die Baubewilligung für Schneekanonen in Fischenthal Beschwerde eingereicht. Grundsätzlich lehnt der WWF den Einsatz von Schneekanonen ab und fordert, dass Anlagen mit potenziell negativen Auswirkungen auf Natur und Umwelt einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterstellt werden.

1986: Sieg der kantonalen Beschwerdelegitimation

Die Abstimmung zur Beschwerdelegitimation wird gewonnen, auch dank der guten Zusammenarbeit der Züricher Natur- und Heimatschutzorganisationen. 1983 wurde die kantonale Volksinitiative zur Einführung des Verbandsbeschwerderechts («Naturschutzinitiative») mit 18'600 Unterschriften eingereicht. Sie fordert, dass Natur- und Umweltschutzorganisationen im Kanton Zürich behördliche Entscheide anfechten können, um die Einhaltung von Natur- und Umweltschutzgesetzen wirksam zu sichern.

1985: Erhalt des Burghölzlihügels

Mit der Unterstützung des Vereins Pro Wonneberg beim Kampf für die Erhaltung des Burghölzlihügels als Grünfläche beginnt der WWF Zürich sein jahrzehntelanges, sehr erfolgreiches Engagement für den Lebensraum Kulturlandschaft Burghölzli (siehe auch 2012).

1985: Gründung der Regionalgruppe Winterthur

Die erste Regionalgruppe des WWF Zürich wird in Winterthur gegründet. Drei Jahre später folgt die Gründung der Regionalgruppe Zürich. Die Aktivitäten umfassen Pflege von wertvollen Lebensräumen, Standaktionen, Unterstützung von politischen Abstimmungskomitees und Wahlinformationen und Mitarbeit in Interessengemeinschaften oder Vereinen wie Pro Thur.

1984: Vom Teller zur Verkehrs- und Energiepolitik

Der WWF Zürich richtet einen Appell an die Restaurants des Kantons künftig keine Schildkrötensuppe anzubieten, engagiert sich für die Initiative für eine Zukunft ohne weitere AKWs, die leider abgelehnt wurde, sowie mit Erfolg für die Initiative für Velowege in der Stadt Zürich.

1983: Wahlinformationen mit Wirkung

Mit grossem Erfolg informiert der WWF Zürich gemeinsam mit sieben Umweltverbänden zum ersten Mal über die Umweltfreundlichkeit der Kandidierenden für den Nationalrat. Der Tageszeiger schreibt, die Umweltverbände hätten den Wahlen ihren Stempel aufgedrückt.

1982: Unterstützung eines autobahnfreien Knonaueramts

Der WWF mobilisiert Unterstützung für ein autobahnfreies Knonaueramt, unter anderem mit dem Versand von Unterschriftenbogen für eine Standesinitiative. Trotz zeitweiser Erfolge – eine Zürcher Mehrheit lehnt den Bau 1985 ab – setzt sich die A4 nach über 30-jähriger Auseinandersetzung politisch durch und wird 2009 eröffnet. Der anhaltende Widerstand zeigt jedoch Wirkung: Die Autobahn wird deutlich landschaftsschonender umgesetzt als ursprünglich geplant.

1981: Grosse Wirkung von Pflegeeinsätzen

In den vergangenen fünf Jahren haben Mitglieder des WWF Zürich und Schulklassen wertvolle Pflegeeinsätze in Naturschutzgebieten geleistet: Feuchtbiotope wurden entbuscht, Tümpel freigelegt und artenreiche Wiesen gemäht. Ein besonderer Erfolg ist, dass dank beharrlicher Verhandlungen dieses Jahr erstmals eine Fläche von der kantonalen Unterhaltsequipe unterhalten wird.

1980: Naturschutz in der Regionalplanung

Durch gemeinsam mit anderen Umweltverbänden entwickelten Einwendungen bringt der WWF Zürich Naturschutzanliegen in regionale Richtplänen ein. Mehrere dieser Forderungen werden berücksichtigt. Bereits im Vorjahr wurden gemeinsam mit dem Zürcher Kantonalverband für Vogelschutz, heute BirdLife Zürich, Arbeitsgruppen in verschiedenen Planungsregionen gegründet, um bei der Regionalplanung beratend und in Vernehmlassungen mitzuwirken.

1979: Junge Kreativität

Der Juniorenwettbewerb zum Thema Schmetterlinge stösst auf grosse Resonanz: Über 200 fantasievolle Arbeiten werden eingereicht. Eine Auswahl kann im Rahmen der Ausstellung Tropischer Regenwald in Küsnacht einem breiten Publikum präsentiert werden.

1978: Veranstaltungsreihe an der Volkshochschule Zürich

Zum zweiten Mal bietet der WWF Zürich Kurse an der Volkshochschule zum Spannungsfeld von Natur und Zivilisation an. Thematisiert werden unter anderem die Konsequenzen des technischen Fortschritts, menschliche Eingriffe ins Tierreich, die Feuchtgebiete der Schweiz und ihre Vogelwelt, das Verhältnis von Ökologie und Ökonomie, der Energieverbrauch sowie der Wandel von der Abfallbeseitigung zur modernen Abfallwirtschaft.

1977: Grosser Einsatz für die Natur

Das Engagement war beeindruckend: Rund die Hälfte der etwa 100 angeschriebenen Mitglieder packte bei der Entbuschung eines Flachmoors tatkräftig mit an.

1977: Erste Jugendgruppe

Bereits ab 1977 ist die erste Jugendgruppe des WWF Zürich aktiv, wenige Jahre später bestehen bereits vier solche Gruppen. Sie organisieren Stand- und Sammelaktionen, führen Exkursionen und Besichtigungen durch, organisieren Lager, Konzerte, Bastelevents, betreuen Biotope und legen Amphibienteiche an.

1976: Gründung der WWF Sektion Zürich

15 Jahre nach der Gründung des WWF Schweiz und WWF International entsteht am 27. März 1976 der WWF Zürich als achte kantonale Sektion. Schon im ersten Jahr engagiert er sich mit Veranstaltungen, ersten Naturschutzprojekten und politischem Einsatz für Umweltanliegen mit der Devise «lieber schrittweise ans Ziel zu gelangen, als in der Theorie zu erstarren».

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